Der Traum vom blühenden Garten

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Der Friedensaktivist Georgi Vanyan vor seinem Haus nahe der Grenze zu Aserbaidschan. Foto: ©Paul Toetzke

Georgi Vanyan kämpft für Frieden zwischen Armenien und Aserbaidschan. In Georgien hat er dafür eine Plattform geschaffen. Das gefällt nicht allen in seiner Heimat. Dort gilt er inzwischen als Volksverräter. Im März 2016 holte ihn die Stiftung für Politisch Verfolgte nach Hamburg. Ein Besuch in zwei Teilen.

Erstveröffentlichung in der taz.am wochenende vom 04.06.2016.

Von Paul Toetzke

April, 2015. Georgi Vanyan steht in dem offenen, unfertigen Zimmer seines Hauses und blickt in die Ferne. Vor ihm erstreckt sich eine blühende Tallandschaft im Abendlicht. Am Horizont die Silhouette einer Gipfelkette, dazwischen in tiefem Dunkelblau der Grenzsee Joghaz. Dort, wo früher Armenier und Aserbaidschaner zusammen gefischt haben, sieht man heute weder Fischerboote, noch Menschen. Nur die Schatten der Wolken gleiten über die Wasseroberfläche, schlängeln sich über die Hügel und ziehen vorbei. Hinweg über eine unsichtbare Grenze. Georgi liebt diesen Blick.

Heute lebt er in Armenien. Doch er kennt beide Seiten – die diesseits und die jenseits des Joghaz-Sees. Als Sohn armenischer Eltern wurde er in einem kleinen Dorf in Aserbaidschan geboren. Das war vor 52 Jahren. Damals, zu Sowjetzeiten, lebte man noch friedlich miteinander. Armenier in Aserbaidschan und Aserbaidschaner in Armenien. Als es Ende der 80er Jahre zu den ersten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Völkern kam, war Georgi schon lange wieder in Armenien. Als Kind war er mit seinen Eltern in die Heimat zurückgekehrt. Er absolvierte den Wehrdienst, arbeitete einige Jahre in einer Fabrik und studierte dann Theater und Film an der Kunstakademie in Eriwan.

Während er als Regisseur und Schauspieler am Staatstheater arbeitet und seine ersten Filme dreht, ist der Zerfall der Sowjetunion nicht mehr zu stoppen. Es kommt es zum Krieg zwischen den beiden Nachbarländern. Die armenische Bevölkerung in Berg-Karabach – damals Teil der aserbaidschanischen sozialistischen Republik – fordert einen Anschluss an Armenien. Die Aserbaidschaner protestieren. In beiden Ländern kommt es zu Pogromen und Verfolgungen der jeweils anderen Bevölkerungsgruppe. Am Ende gewinnt Armenien die Kontrolle über die Bergenklave. Mindestens 40.000 Menschen sterben, über 1 Million wird vertrieben. Das Friedensabkommen von 1994 beendet den Krieg. Doch Frieden bringt es nicht.

Leben an der Kontaktlinie

Georgi nimmt einen kräftigen Zug von seiner Zigarette und bläst den Rauch in die frische Bergluft. Einen Schlafplatz könne er uns leider noch nicht anbieten, sagt er. Nur Bad und Schlafzimmer sind bisher fertig, der Rest des Hauses ist noch eine große Baustelle. Erst vor wenigen Monaten hat er sich das Grundstück in Nerkin Tsaghkavan, im nordöstlichen Teil Armeniens gekauft. Ein Schnäppchen, sagt er. Das liegt an der traumhaften, aber gefährlichen Lage. Die Kontaktlinie – so wird die Grenze zu Aserbaidschan hier genannt – ist nur etwa ein Kilometer entfernt, das Dorf eines der letzten verbliebenen in der Region. Kaum einer will hier bleiben, die meisten ziehen ins sichere Hinterland. Viele seiner Freunde hätten den Kopf geschüttelt, als er ihnen von seinem Vorhaben erzählte, sagt Georgi.

Doch er wollte raus aus der sicheren, gediegenen Hauptstadt. Raus aus dem schlafenden Machtzentrum einer korrupten Elite. Rein in die Konfliktzone. Dorthin, wo die Angst vor einem neuen Krieg das tägliche Leben der Menschen bestimmt. Wo es sein kann, dass man beschossen wird, wenn man zu langsam an der Grenze entlang fährt. Dahin, wo er seiner Arbeit am nächsten ist. Georgis Arbeit, das ist der Frieden. Ein Wort, das für viele hier seine Bedeutung verloren hat. Für Georgi aber ist es mehr als eine Arbeit oder ein Wort. Es ist seine Lebensaufgabe. „Mein Ziel ist es, den Menschen die Angst zu nehmen“, sagt er, „dass sie nicht mehr darauf warten, dass ihnen jemand den Frieden bringt, sondern dass sie es selbst in die Hand nehmen.“

Fast könne er seinen Freunden im Nachbarland von hier aus zuwinken, sagt er, so nah wohnen sie. Um sie zu sehen muss er jedoch fast 100 Kilometer Umweg fahren. Dann steigt er in seinen grauen Lada, hofft, dass er anspringt und folgt der M16. Einer kurvigen, mit Schlaglöchern übersäten Landstraße entlang der Grenze, von deren Benutzung das Auswärtige Amt dringend abrät. Immer wieder kommt es hier zu Schießereien. Die M16 führt nach Georgien. Nur dort kann sich Georgi mit seinen aserbaidschanischen Kollegen treffen. Denn seit Ende des Kriegs ist die Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan geschlossen. Seine Fahrt endet normalerweise in Tekali. Ein winziger Ort, den man auf kaum einer Karte findet, in dem es mehr Kühe und Schafe als Menschen gibt. Und der am geografischen Mittelpunkt des Südkaukasus liegt – dort, wo die armenisch-aserbaidschanische Grenze auf die georgische trifft.

“Ein Brüssel des Südkaukasus”

Hier im Dreiländereck haben Georgi und seine Partner des Caucasus Center for Peace Making Initiatives eine Art Utopie geschaffen. Sie nennen es Tekali-Prozess. Auf einem vier Hektar großen Stück Land, das ihnen Georgis Freund Mushvig Namazov zur Verfügung gestellt hat, treffen sich mehrmals im Jahr Armenier und Aserbaidschaner, aber auch Georgier, Russen, Deutsche. Aktivisten, Journalisten, Zivilisten. Nachbarn, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt wohnen und die der Krieg zu Feinden machte. Sie reden miteinander, hören einander zu. Verstehen, dass sie die gleichen Ängste, das gleiche Leid teilen. Sie verdrängen Vorurteile, die ihnen Geschichtsbücher und Fernsehsendungen jahrzehntelang eingetrichtert haben und suchen nach Lösungen. Georgis Vision für Tekali: „Ein geistiges und politisches Zentrum für die Region. Eine Art Brüssel des Südkaukasus.“

Georgi liebt die großen Worte wie jetzt. Sonst spricht er nicht viel. Manchmal steht er minutenlang so da, raucht und starrt in die Landschaft. Keine unnötigen Höflichkeiten, kein leerer Satz. Mal eine private Anekdote. Aber die seien nicht für die Zeitung bestimmt. Lieber redet er über seine Überzeugungen, seine Pläne. Und am planen ist Georgi eigentlich immer. Über eine wackelige Holzkonstruktion führt er uns hinunter in den Garten. Ein paar ungeöffnete Betonsäcke lehnen an der Hauswand, Arbeitsmaterialen liegen über den Boden verstreut. Auch hier gibt es noch einiges zu tun. Doch Georgi ist optimistisch. Er zeigt auf die vertrockneten Weinreben vor ihm. „Nächstes Mal, wenn ihr kommt“, sagt er, „wird der Wein blühen und das Haus wird fertig sein.“

 

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Georgi Vanyan im Gespräch in Armenien. Foto: ©Paul Toetzke

Exil In Hamburg

Das nächste Mal ist ziemlich genau ein Jahr später, im April 2016. Schneeregen und kalter Wind. Die ersten Osterglocken blühen zwar, doch Georgis Weinreben sind in weiter Ferne. Georgi wohnt nicht mehr in dem armenischen Dorf mit dem unaussprechbaren Namen, sondern in einer deutschen Großstadt namens Hamburg.

In einer viel zu dünnen Jacke steht er vor seiner neuen Wohnung nahe der Hamburger Innenstadt und raucht. Marlboro statt Parliament. 6 Euro statt 600 Dram. Die Haltung ist dieselbe; hochgezogene Schultern, der Kopf etwas nach vorne gebeugt, die linke Hand in der Hosentasche. Nur das schwarze Haar ist etwas dünner geworden. Gerade hat es aufgehört zu schneien, langsam kämpft sich die Sonne zwischen den Wolken hervor. An das raue Wetter muss er sich erst noch gewöhnen, sagt er, aber ein Fahrrad hat er bereits. Er lächelt.

Dass Georgi jetzt durch die Elbstadt radelt, verdankt er der Stiftung für Politisch Verfolgte in Hamburg. Jedes Jahr vergibt sie bis zu fünf Jahresstipendien an Menschenrechtler und Friedensaktivisten, die in ihrer Heimat nicht mehr sicher sind. 2016 fiel die Wahl unter anderem auf Georgi Vanyan.

Was ist passiert?

„Es wurde einfach zu gefährlich“, sagt Georgi, während er in einem Café nahe seiner Wohnung Platz nimmt. Schon lange vor dem Besuch im April 2015 hatten seine Gegner begonnen, Georgi unter Druck zu setzen. Seine Gegner, das sind die, die vom Kriegszustand profitieren, die damit ihre Geschäfte machen. Die in ihren beheizten Villen in Baku und Eriwan sitzen, während die Menschen an der Frontlinie ihr Leben riskieren. Das Establishment oder „die Banditen“, wie sie Georgi nennt. Er beginnt zu erzählen.

Angefangen habe es 2007. Plötzlich wussten Freunde schon vor seinem Anruf, dass Georgi sie besuchen würde. Beim Autofahren erhält er anonyme Drohanrufe. Die Anrufer wissen genau, wo er sich befindet. Sein Handy und seine Emails werden überwacht. Als Georgi 2012 ein armenisch-aserbaidschanisches Filmfestival in Eriwan organisieren will, bekommt er den Hass zu spüren. Während eines Interviews wird er attackiert, er erhält Morddrohungen, Nationalisten brechen in sein Haus ein. Auch das Fernsehen ruft zum Boykott auf. Am Ende muss er das Festival absagen.

Der Volksverräter

Ein Jahr später wird er ins Programm „Parlamentarier schützen Parlamentarier“ des Bundestags aufgenommen. „Sonst würde ich wahrscheinlich nicht hier sitzen“, sagt er heute. Auch Freunde und Kollegen von ihm werden bedroht. Für die Aserbaidschaner wird es immer schwieriger das Land zu verlassen, um an Friedensprojekten teilzunehmen. Im armenischen Fernsehen wird er mit aserbaidschanischer Flagge gezeigt. Der Volksverräter Georgi Vanyan.

Schade, dass nach unserem Gesetz die Todesstrafe nicht mehr gilt für solche anormalen Verräter

Ich wünsche mir, dass deine Frau vor deinen Augen vergewaltigt wird – Ein Brief an G.Vanyan

Judasse und Verräter haben keinen Platz in diesem Land

So lauten die Überschriften einiger Meldungen über Georgi. Die meisten stammen aus kleineren, regierungsnahen Medien aus Armenien, wie zum Beispiel dem Nachrichtenportal slaq.am.

„Alle Menschen – ob in Aserbaidschan oder in Armenien – träumen vom Frieden, aber nur die wenigsten trauen sich es laut auszusprechen“, hat Georgi damals in seinem Garten gesagt, als die Weinreben noch nicht blühten, er sie aber schon blühen sah. Er selbst hat sich immer getraut. Und war einer der lautesten. Bis er der eigenen Regierung zu laut wurde. Aber was macht einen Menschen wie Georgi so gefährlich, dass er zum Staatsfeind erklärt wird? Was steckt dahinter?

Ein System, das der Bevölkerung die ständige Bedrohung durch den Feind suggeriert, Angst schürt und darauf seine Macht basiert. Dieses System gefährdet Georgi Vanyan. Für die Machthaber ist er deswegen mehr als nur ein Dorn im Auge. Das offenbart sich im Oktober 2014, als Georgi das Grundstück in Nerkin Tsaghkavan, dem kleinen Dorf an der Grenze, kauft. In der Grenzregion läuft just zu dieser Zeit der Film Sardostajn“ („Das Spinnennetz“) im ersten öffentlichen Sender Armeniens, dem Nachfolger des sowjetischen Staatsfernsehkanals. Und zwar täglich. Das bestätigen die Bewohner des Dorfs.

Spionage unter aserbaidschanischer Flagge

In dem Film geht es um Informationssicherheit und Spionage. Stacheldrahtzäune, geheime Computercodes, die in veraltete Tastaturen getippt werden, dazwischen immer wieder die aserbaidschanische Flagge. Das Ganze unterlegt mit unheimlicher Musik. Gegen Ende erscheint eine dunkelhaarige Frau im Bild. Sie spricht von zwei Aserbaidschanern aus Tekali, die ihr eine hohe Summe Geld geboten hätten im Austausch für Informationen über armenische Militärstützpunkte an der Grenze. Einer von ihnen soll Georgis Freund Mushvig Namazov gewesen sein. Im Film werden Fotos von Mushvig und Georgi gezeigt. Der Sprecher erklärt, Georgi habe ein Stück Land von seinem Freund erhalten, ohne dafür bezahlt zu haben. „Die Schlussfolgerung überlassen wir ihnen“, fügt der Sprecher am Ende hinzu. Die Indoktrinierung wirkt. Die Einwohner Nerkin Tsaghkavans werden gegen Georgi aufgehetzt. Man versucht ihn aus dem Dorf zu vertreiben.

Kurz nach der ersten Ausstrahlung des Films spürt ein armenischer Journalist die Frau aus dem Film auf. Ihre Geschichte stellt sich als falsch heraus. Weder ist der Mann, von dem sie sprach Mushvig Namazov, noch kommt er aus Tekali. Doch der Film läuft weiterhin im Fernsehen.

Georgi unterbricht seine Erzählung und streicht sich über die linke Hand. Zwischen Daumen und Zeigefinger hat er sich ein Tattoo stechen lassen. Eine Friedenstaube? „Flucht und Freiheit. Aber ohne Frieden gibt es keine Freiheit“, sagt er. Und der Frieden scheint in weiter Ferne. Anfang April kam es wieder zu Gefechten in der Region Berg-Karabach, es waren die heftigsten seit mehreren Jahren. Mindestens 50 Menschen starben.

Unter dem Schutzmantel Georgiens

„Meine Aufgabe ist es, die Menschen auf beiden Seiten der Grenze zu beschützen“, wiederholt Georgi. In Tekali hat er dafür einen Raum geschaffen. Unter dem Schutz des georgischen Rechtsstaats – so dachten sie. Doch das änderte sich Ende letzten Jahres. Er fährt fort. Nach dem Gespräch schickt er eine Email mit Zeugenaussagen und Zeitungsartikeln, die seine Geschichte bestätigen.

Am 11. November 2015 halten mehrere Autos vor dem Haus von Mushvig Namazov in Tekali. Er und seine Familie leben seit mehreren Generationen in dem kleinen Dorf. Das Haus dient als provisorisches Büro. Von hier aus werden die Treffen koordiniert. Ungefähr 30 Männer in schwarzer Kleidung umstellen das Gebäude. Zu diesem Zeitpunkt sind nur Mushvig Namazovs Frau und seine 70-jährige Mutter zu Hause. Die Männer stürmen das Gebäude, schlagen die beiden Frauen nieder und fixieren sie auf dem Boden, während sie das Haus durchsuchen. Die Mutter wird verletzt und muss später ins Krankenhaus gebracht werden. Sie durchwühlen Akten, konfiszieren Dokumente und inspizieren jeden Winkel des Hauses. Einen Durchsuchungsbefehl oder eine andere rechtliche Grundlage können sie nicht vorweisen.

Georgi erzählt das alles ganz ruhig. Kein Wort von Hass oder Zorn, höchstens Enttäuschung. Er glaubt, die armenische Regierung habe Georgien unter Druck gesetzt. Denn nur zehn Tage zuvor war der armenische Präsident Serzh Sargsyan zu Besuch in der georgischen Hauptstadt Tiflis. „Das wurde von Armenien aus geplant und vom georgischen Geheimdienst durchgeführt“, Georgi ist sich sicher.

Am 13. November 2015 werden Mushvig Namazov und seine zwei Söhne, die bei der Durchsuchung nicht anwesend waren, zum Verhör auf die Polizeiwache in Marneuli geladen. Fünfzehn Exekutivbeamte haben gegen sie ausgesagt. Es sind nicht dieselben Männer, die das Haus überfallen haben. Gegen die Familie wurde ein Verfahren wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und Anwendung von Gewalt während der Durchführung amtlicher Pflichten eröffnet. Eine Anzeige, die Mushvig Namazov kurz nach dem Überfall aufgegeben hat, zieht sein Anwalt wenig später zurück. „Auch auf ihn hat die Regierung Druck ausgeübt“, sagt Georgi. Daraufhin reicht Mushvig Namazov eine Beschwerde bei der Generalinspektion des georgischen Innenministeriums ein. Von einer NGO erhält er Beratung und kostenlose Rechtsverteidigung. Außerdem hat Georgi einen befreundeten georgischen Journalisten beauftragt, den Fall zu untersuchen. Eigentlich wollte er die Ergebnisse schon längst an Georgi überreichen. Jetzt ist er nicht mehr zu erreichen.

Fünf Minuten für eine Zigarette

„Erst haben Armenien und Aserbaidschan gestört. Jetzt auch noch Georgien“, sagt Georgi enttäuscht. Zwei Wochen wohnte er bei seinem Freund Mushvig nach dem Überfall. Im März entschied er sich, die Einladung der Hamburger Stiftung anzunehmen. „Ich habe beschlossen eine Pause zu machen“, sagt er. Doch Georgi kennt keine Pausen. Abgesehen von den obligatorischen fünf Minuten für eine Zigarette, die er sich auch jetzt wieder gönnt. Er arbeite schon an einer neuen Strategie für Tekali, sagt er, als er zurückkehrt. Plötzlich spürt man seinen Optimismus wieder. Begeistert erzählt er von seinen Plänen, den Tekali-Prozess im Mai nächsten Jahres wiederzueröffnen. Ein großes Fest soll es werden mit Vertretern, Künstlern und Aktivisten aus der ganzen Welt. In Deutschland erhofft er sich jetzt Unterstützung. „Ich werde an jede Tür klopfen“, sagt er. Am 30. Mai dieses Jahres wird er seine Pläne in Hamburg vorstellen.

Spinner, Träumer – so nennen ihn einige. Georgi stört das nicht. Er denkt weiter als die meisten Menschen. Georgi ist jemand, der keine Angst vor der Zeit hat. Seine Hoffnung ist die Zukunft. „Früher habe ich davon geträumt, dass meine Arbeit irgendwann nutzlos werden würde und ich zum Theater zurückkehren könnte“, sagt er, „Jetzt ist mir klar, dass das nicht mehr passieren wird, solange ich am Leben bin. Aber ich versuche den Frieden wenigstens einen Schritt, einen Zentimeter näher zu bringen.“

 

 

 

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